Prozessführerschaft

Die klassische Geschäftsprozessmodellierung orientiert sich in erster Linie an technischen Aufgaben und folgt im Allgemeinen den folgenden Phasen:

  • Analyse der Geschäftstätigkeit
  • Strukturierung der Geschäftsprozesse
  • Design der Prozessketten
  • Zuweisung der Prozessverantwortung
  • Prozessverbesserung

Diese Phasen und die damit zusammenhängenden Tätigkeiten sind unabdingbar für die Weiterentwicklung von Unternehmensabläufen. Allerdings folgt man dabei in vielen Fällen zu sehr einem rein technischen Verständnis. Prozesse haben insbesondere mit Kommunikation und Führung zu tun. Selbst ein ideal gestalteter Prozess entfaltet nicht seine Potentiale, wenn die Personen an den relevanten Schnittstellen nicht miteinander kommunizieren. Kommunikation muss daher zwingend berücksichtigt werden, wenn es um Prozessverbesserung geht.Wir nennen uns nicht ohne Grund Prozesspsychologen, denn wir setzen dort an, wo viele Projekte enden – bei der Übertragung der geplanten Prozessverbesserungen in die Praxis. Prozessanpassungen haben immer einen Einfluss auf die Abläufe und Strukturen des Unternehmens und damit auch auf die Mitarbeiter und deren Motivation. Diesen Umstand gilt es, von Anfang an konsequent zu berücksichtigen, damit die Planungen auch tatsächlich in der Realität ankommen. Mit den zuständigen Führungskräften ist von Beginn an eine bereichsübergreifende Perspektive auf die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln.

Ergebnissteigerung durch Prozessführerschaft

Im Rahmen unseres Prozessansatzes erweitern wir deshalb die klassischen Phasen der Geschäftsprozessmodellierung um wichtige psychologische Dimensionen:

Analyse der Kommunikationsprozesse: Schon während der IST-Analyse betrachten wir formale und informelle Kommunikationsstrukturen, um die vorhandenen Abläufe im Ganzen zu verstehen.

Einbeziehung von Werten und Führungsgrundsätzen: Wenn es um Veränderungen geht, kommt es vor allem auf die Führungskräfte an, da sie ihre Entscheidungen auf der Basis bestimmter Werte und Grundsätze treffen. Werden diese nicht von Anfang an berücksichtigt, können die Prozesse nicht wirksam werden.

Integration der Themen Innovation und Wissen ins Prozessdesign: Aus unserer Sicht kommt dem Wissen in den Prozessen eine hohe Bedeutung zu. Prozesse sind deshalb so zu gestalten, dass das vorhandene Wissen und das Innovationspotential im Sinne der Unternehmensziele optimal genutzt werden kann. Wir haben ein Reifegradmodell entwickelt, das es ermöglicht, den Entwicklungsstand eines Unternehmens in Bezug auf den Umgang mit Wissen und Innovationen zu messen und Impulse zur Weiterentwicklung zu liefern.

Prozesscoaching mit den Verantwortlichen: Wir befähigen Führungskräfte mit wertschöpfungsorientiertem Prozesswissen und stoßen im Sinne des Grundsatzes Führen von der Zukunft her kontinuierliche oder kaskadierende Verbesserungsprozesse an. Deren Design richtet sich nach der jeweiligen Unternehmenssituation.

Richten Sie Ihre Prozesse neu aus und erreichen Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern eine zukunftsweisende Prozessführerschaft.

Eine Antwort auf „Prozessführerschaft“

  1. Vielen Dank an die Prozesspsychologen für diese 2 tollen Beiträge!
    Einmal den Post selbst und als 2. Beitrag sehe ich Eure Erweiterung der bestehenden Prozessgeschichten um die kommunikative Komponente.
    Folgende Frage: Wird Ihrer Arbeit dann also das Wertesystem der jeweiligen Führungskraft zugrunde gelegt? Ihre Formulierung lässt darauf schließen, dass insbes. bei den FKs persönliche Wertvorstellungen in die inhaltl. Arbeit selbst, aber auch in die Zusammenarbeit mit Ihnen, eingehen werden? Wie ist es dann, wenn der ‚Fisch‘ tatsächlich mal wieder ‚vom Kopfe her stinkt‘?

    Vielleicht hab ich das auch falsch herausgelesen, aber da scheint mir die Gefahr recht groß, das prozessuale Geschehen an den gerade aktuellen FKs und ihrem Wertesystem festzumachen.

    Würde nicht ein Markenmodell helfen, die Werte des Unternehmens zu fokussieren und den FKs eine gewisse Anlehnung ihrer Haltungen an das Unternehmens-Wertesystem abverlangen?

    Muss ich dann

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